Daniel Schurter, Watson, 30.03.2026

Armeepistole erfüllte die Muss-Kriterien nicht – dann schritt der Rüstungschef ein

«Watson» konnte gestützt auf das Öffentlichkeitsgesetz einen weiteren internen Bericht zur Beschaffung der neuen Armeepistole einsehen, nämlich den Armasuisse-Vorevaluationsbericht vom 20. Mai 2024, der teilweise geschwärzt war. Aus diesem Bericht ging hervor, dass die SIG Sauer P320 bereits in der Vorevaluation technische Muss-Kriterien nicht erfüllte, dass sie nach Einschätzung der Fachleute eigentlich hätte ausscheiden müssen und dass Rüstungschef Urs Loher dennoch entschied, sie auf der Shortlist zu belassen. Zudem konnte Watson anhand dieses Dokuments einsehen, dass Loher eine neue «Swissness»-Bedingung einführte, wonach mindestens ein kritisches Element der Pistole in der Schweiz produziert werden müsse, und dass dieser Eingriff im Bericht selbst festgehalten wurde. Zusammen mit weiteren internen, auf BGÖ-Antrag herausgegebenen Berichten von Armasuisse und der Armee erhielt Watson damit Einblick in den Ablauf, die Bewertung und die nachträglichen Eingriffe ins Auswahlverfahren. Anders als im Bericht vom 24.03.26 geht es hier also nicht bloss allgemein um interne Unterlagen zum Pistolenverfahren oder um Erkenntnisse aus dem Truppen versuch, sondern konkret um einen zusätzlichen internen Vorevaluationsbericht von Armasuisse, der zeigt, dass die P320 schon sehr früh technisch durchfiel und trotzdem im Verfahren blieb.

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Konstantin Kreibich, Christian Hug, Zentralplus, 28.03.2026

Zuger Regierung verliert – und zensiert alles über Beat Villiger

Gestützt auf das Öffentlichkeitsgesetz konnte «Zentralplus» das Protokoll der ausserordentlichen Regierungsratssitzung von Ende September 2022 einsehen. Daraus ging hervor, dass die Zuger Regierung noch vor Beat Villigers Rücktritt intern über seine «Amtsunfähigkeit» beriet. Im Weiteren war auch ersichtlich, dass davon ausgegangen wurde, er werde seine Geschäfte vor Ende der Legislatur nicht mehr aufnehmen. Deshalb beauftragte die Regierung seinen Stellvertreter Stephan Schleiss damit, die Geschäfte und Abläufe der Sicherheitsdirektion auf ihre Ordnungsmässigkeit zu überprüfen und allfällige Unregelmässigkeiten umgehend zu melden.

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Michelle Keller, Konstantin Kreibich, Zentralplus, 27.03.2026

Zuger Amtsblatt: Zehntausende Franken – ohne Ausschreibung

Im dritten Teil der Recherche konnte «Zentralplus» gestützt auf das Öffentlichkeitsgesetz die Regierungsratsprotokolle des Jahres 2022 einsehen. Daraus wurde ersichtlich, dass der Kanton Zug den Auftrag für das elektronische Amtsblatt freihändig an das Seco vergeben hatte, also ohne öffentliche Ausschreibung. Ebenfalls ging aus den Protokollen hervor, wie die Regierung dieses Vorgehen begründete, nämlich mit einer sogenannten Instate-Vergabe, weil das Seco sein Amtsblattportal bereits öffentlich ausgeschrieben hatte und andere Kantone sich diesem System anschliessen können sollten. Zudem wurden aus den Unterlagen die Kosten ersichtlich: rund 20’000 Franken für die Einrichtung sowie jährlich etwa 91’800 Franken für die Nutzung des Portals. Schliesslich war daraus auch ersichtlich, dass der Vertrag nicht befristet ist, aber mit einer Kündigungsfrist von einem Jahr beendet werden kann.

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Ruedi Studer, Blick, 26.03.2026

SP-Jans weist Knallhart-Rösti in die Schranken

«Blick» hat gestützt auf das Öffentlichkeitsgesetz interne Unterlagen zur bundesrätlichen Behandlung der SVP-Grenzschutz-Initiative eingesehen. Diese zeigen, dass das Departement von Albert Rösti in der verwaltungsinternen Ämterkonsultation eine Ja-Empfehlung verlangte und die Vorlage als Antwort auf drängende Probleme bei Migration und innerer Sicherheit bezeichnete. Aus den Papieren geht zudem hervor, dass Justizminister Beat Jans in seinem Aussprachepapier die Vereinbarkeit der Initiative mit zwingendem Völkerrecht infrage stellte, insbesondere mit dem Non-Refoulement-Prinzip, und sein Departement mehrere mögliche Konfliktpunkte sieht. Das Wirtschaftsdepartement von Guy Parmelin stellte sich hingegen gegen eine vertiefte Prüfung der Ungültigkeit der Initiative.

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Konstantin Kreibich, zentralplus, 26.03.2026

Zugs neues Prestigeobjekt - wird das Geld gerecht verteilt?

«Zentralplus» konnte im zweiten Teil gestützt auf das Öffentlichkeitsgesetz Protokolle des Zuger Regierungsrats aus dem Jahr 2022 einsehen. Diese zeigen, wie das neue Zuger Blockchain-Institut entstand, welche Rollen der Kanton Zug, die Universität Luzern und die Hochschule Luzern spielten und dass die Gespräche über Aufbau und Zusammenarbeit teils schwierig verliefen. Aus den Unterlagen geht zudem hervor, dass früh ein Modell mit einem Institut an der Universität Luzern und einer separaten Förderung der Hochschule Luzern festgelegt wurde – trotz Spannungen und offener Fragen bei den Schnittstellen. In Teilen bleiben zentrale Punkte wegen umfangreicher Schwärzungen unklar.

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Konstantin Kreibich, Zentralplus, 25.03.2026

Wie Zug zu Microsoft ging – und was die Regierung verschwieg

«Zentralplus» konnte im ersten Teil gestützt auf das Öffentlichkeitsgesetz die Regierungsratsprotokolle des Jahres 2022 einsehen, die das Medium bis vor Bundesgericht erstritten hatte. Konkret betraf dies in diesem Fall insbesondere die Protokolle jener Sitzungen, in denen die Einführung von Microsoft Teams beziehungsweise des UCC-Projekts behandelt wurde, namentlich die Beratungen vom 22. Februar 2022 und vom 29. März 2022. Aus diesen Protokollen konnte Sie nachvollziehen, wie die Regierung die Risiken der Microsoft-Einführung intern beurteilte, welche Vorbehalte im Rat geäussert wurden, dass ein internes Mitberichtsverfahren durchgeführt werden sollte, dass ein geschwärztes Regierungsmitglied Kritik am Vorgehen der Finanzdirektion übte und dass die Regierung schliesslich die Einführung von Microsoft Teams beschloss.

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Dominik Meier, SRF, 24.03.2026

Kritik der Kantone am Nachrichtendienst ist noch nicht verstummt

Dokumente, welche SRF gestützt auf das Öffentlichkeitsgesetz erhielt, zeigen, dass viele Kantone den NDB trotz Umbau weiterhin kritisch beurteilen. Sie bemängeln u.a. Leistungen und Zusammenarbeit, erkennen aber gewisse Fortschritte. Die Auswertung der kantonalen Rückmeldungen macht deutlich, dass die Kritik breit abgestützt ist und strukturelle Probleme weiterbestehen.

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Daniel Schurter, Watson, 24.03.2026

Watson-Recherche zeigt: so schlecht schnitt die neue Armeepistole in den Tests ab

«Watson» hat gestützt auf das Öffentlichkeitsgesetz interne Unterlagen von Armasuisse und der Schweizer Armee zum Beschaffungsverfahren der neuen Armeepistole eingesehen. Dazu zählen Berichte zum militärischen Truppenversuch, technische Evaluationsunterlagen sowie eine Nutzwertanalyse. Aus den Dokumenten geht hervor, dass die Glock 45 in den Tests klar am besten abschnitt, während die SIG Sauer P320 von den technischen, logistischen und militärischen Fachstellen deutlich schlechter bewertet wurde. Die Unterlagen enthalten zudem konkrete Hinweise auf Mängel der P320, etwa bei Präzision, Handhabung, Zuverlässigkeit, Wartung und Sicherheit.

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Katharina Fontana, NZZ, 23.03.2026

Bundesrat lässt Zuwanderungsfrage offen

Die «Neue Zürcher Zeitung» hat gestützt auf das Öffentlichkeitsgesetz interne Unterlagen aus der Ämterkonsultation eingesehen. Diese zeigen, dass die Departemente von Guy Parmelin und Albert Rösti vorschlugen, die Schubert-Praxis ausdrücklich in der Bundesverfassung zu verankern. Konkret sollte festgeschrieben werden, dass das Bundesgericht bei einem bewussten Normkonflikt zwischen Völkerrecht und Landesrecht dem jüngeren Bundesgesetz den Vorrang geben muss. Aus den Dokumenten geht zugleich hervor, dass dieser Vorschlag im Bundesrat keine Mehrheit fand und verworfen wurde.

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Pablo Rohner, Wiler Zeitung, 19.03.2026

Ein Abgang mit Nachspiel

Die «Wiler Zeitung» konnte gestützt auf das Öffentlichkeitsgesetz Einsicht in die Gemeindeakten zum Verfahren sowie in die Einstellungsverfügung der Staatsanwaltschaft nehmen. Aus diesen Unterlagen ging hervor, dass gegen den früheren Gemeindepräsidenten ermittelt worden war und worum es dabei konkret ging, nämlich um den Verkauf privater Bilder an die Gemeinde, um fragwürdige Spesenabrechnungen, falsch zugeordnete Auslagen und um doppelt erfasste Arbeitszeiten.

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Davide De Martis, St. Galler Tagblatt, 19.03.2026

Neue Details zur Kapo-Krise

Christof Hartmann, Vorsteher des Sicherheits- und Justizdepartements des Kantons St. Gallen und SVP-Regierungsrat, teilte mit, dass nach der Kündigung von Barbara Reifler eine Führungsanalyse durchgeführt werde. Diese solle die Situation innerhalb der Geschäftsleitung der Kantonspolizei sowie die Schnittstelle zwischen der Kommandantin und der Departementsleitung untersuchen; Hartmann bestätigte zudem, dass auch er selbst Teil dieser Analyse sei. Auf Anfrage konnte das «St. Galler Tagblatt» gestützt auf das Öffentlichkeitsgesetz weitere Einzelheiten zur Führungsanalyse in Erfahrung bringen. So wurde bekannt, dass die Untersuchung durch die BSG Unternehmensberatung AG mit Sitzen in St. Gallen und Schaan durchgeführt wird und dass der Auftrag ein Volumen von 25’000 Franken umfasst. Zudem erklärte Hartmann, dass die Ergebnisse bis Ende April vorliegen sollen.

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Reto Hanimann, SRF, 18.03.2026

Zwei Jahre nach der umstrittenen Reise sind neue Details bekannt

Dokumente, welche die Redaktion «SRF» gestützt auf das Öffentlichkeitsgesetz und nach einem Gerichtsverfahren einsehen konnte, zeigen: Die Akten zur umstrittenen Russland-Reise zweier St. Galler Beamter, darunter Anträge, Mailverkehr und Unterlagen zur Reise, belegen, dass Reiseziel, Jagdmethoden und der Abschuss von Wölfen von Vorgesetzten nicht kritisch hinterfragt wurden. Zudem plante ein Amtsleiter eine weitere USA-Reise. Teile der Dokumente blieben geschwärzt, weil laut Kanton darin persönliche und besonders schützenswerte Angaben enthalten waren.

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Matthias Sander, NZZ, 13.03.2026

Crans-Montana treibt Bundesbern um

Die «NZZ» erhielt gestützt auf das Öffentlichkeitsgesetz, von der Bundeskanzlei Protokolle zu ausserordentlichen Sitzungen der Generalsekretären-Konferenz, interne Sitzungsunterlagen von Berner Spitzenbeamten zum Krisenmanagement nach dem Brand von Crans-Montana. Aus diesen Dokumenten ergibt sich, dass sich der Bund intensiv mit den Folgen der Katastrophe befasste, insbesondere mit Fragen der Kommunikation, einem möglichen internationalen Reputationsschaden, der Koordination mit dem Ausland sowie dem Verhältnis zum Kanton Wallis. Die Protokolle deuten dabei auch auf Spannungen und Kritik im Zusammenhang mit dem Informationsverhalten des Kantons Wallis hin.

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Daniel Ballmer, Tobias Bruggmann, Blick, 07.03.2026

Skepsis beginnt schon in den Beamtenstuben

«Blick» konnte gestützt auf das Öffentlichkeitsgesetz interne Dokumente der Ämterkonsultation zur geplanten Mehrwertsteuererhöhung für die Armee einsehen. Daraus geht hervor, dass mehrere Bundesdepartemente Vorbehalte gegenüber dem Vorschlag von Verteidigungsminister Martin Pfister geäussert haben. So stellte das Generalsekretariat des Eidgenössisches Justiz- und Polizeidepartement unter Bundesrat Beat Jans unter anderem die Bedrohungslage der Schweiz sowie den geplanten Ausbau militärischer Fähigkeiten infrage. Auch das Eidgenössisches Departement des Innern unter Elisabeth Baume-Schneider äusserte Zweifel und erklärte, dem Antrag ohne grundlegende Überarbeitung nicht zustimmen zu können. Die vom Eidgenössisches Finanzdepartement geführte Steuerverwaltung bezeichnete zudem die geplante Umsetzungsfrist als grosse Herausforderung, während das Generalsekretariat des Eidgenössisches Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung unter Guy Parmelin den vorgesehenen Fonds kritisch beurteilte, weil dadurch mehr Ausgaben dauerhaft gebunden würden.

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Simone Rau, Fabian Kohler, SRF Investigativ, 07.03.2026

«Schlaffer Hintern»: Wie ein Professor Mitarbeitende schikanierte

Die Redaktion «SRF Investigativ» konnte gestützt auf das Öffentlichkeitsgesetz interne Dokumente der ETH Zürich zu den Meldestrukturen bei Machtmissbrauch einsehen. Aus diesen Unterlagen geht hervor, dass mehrere Departemente der Hochschule die bestehenden Meldestellen im Jahr 2024 als kompliziert und schwer überschaubar bezeichneten. Zudem zeigt eine Stellungnahme des Departements für Management, Technologie und Ökonomie, dass es sinnvoll wäre, ein Verfahren zu schaffen, das mehrere Fälle von möglichem Fehlverhalten miteinander verknüpfen kann, da einzelne Vorfälle für sich allein oft nicht als eindeutiges Warnsignal gelten, eine Häufung solcher Fälle jedoch auf problematisches Verhalten hinweisen könne.

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Mit Öffentlichkeitsgesetzen realisieren Medien relevante Recherchen. Alle Geschichten

«Zentralplus» veröffentlicht Zuger Regierungsprotokolle

Jetzt wird in Zug öffentlich, was auch hinter verschlossenen Türen gesagt wurde: Regierungsmitglieder Laura Dittli und Heinz Tännler. (Foto: Urs Flüeler/Keystone)

Das Zentralschweizer Medium «Zentralplus» hat eine Datenbank aufgebaut, in der die Protokolle der Zuger Regierungsratssitzungen frei zugänglich und durchsuchbar sind.
Das Onlineportal musste den Zugang zu den Unterlagen gestützt auf das Zuger Öffentlichkeitsgesetz bis vor Bundesgericht erstreiten. Nun sind 43 Protokolle von Regierungsratssitzungen aus dem Jahr 2022 in einer frei zugänglichen Online-Datenbank publiziert.

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Offene Verwaltung für die Prävention von Krisen

Wissenschaft, Verwaltung und Medien: Transparenz aus unterschiedlichen Blickwinkeln beim «Café Transparence on stage» in Lausanne. (Foto: Violette Buchs)

Von Eva Hirschi. Am ausgebuchten «Café Transparence on stage» von Öffentlichkeitsgesetz.ch in Lausanne diskutierten Staatsrat Frédéric Borloz, Professor Martial Pasquier und Journalistin Camille Krafft über die Bedeutung von Verwaltungstransparenz in Krisenzeiten.

Wie transparent muss die Verwaltung sein? Krisen wie in Crans-Montana, bei der Lausanner Polizei oder um die Steuern im Kanton Waadt machen die Frage dringlich. «Es kann nie genug Transparenz geben. Die Frage ist, was man preisgeben kann und was nicht», sagt der Waadtländer Staatsrat Frédéric Borloz an der Podiumsdiskussion. 

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Nationalrat gegen Finma im Öffentlichkeitsgesetz

Keine Mehrheit: Rémy Wyssmann scheitert mit Transparenz-Vorstoss zur Finanzmarktaufsicht. (Foto: Peter Schneider/Keystone)

Von Eva Hirschi. Der Nationalrat hat die parlamentarische Initiative zur Unterstellung der Finma unter das Öffentlichkeitsgesetz klar abgelehnt. Die Kommissionsmehrheit hatte empfohlen, der Initiative keine Folge zu geben.

Mit 122 zu 61 Stimmen bei 9 Enthaltungen hat der Nationalrat die parlamentarische Initiative des Solothurner SVP-Nationalrats Rémy Wyssmann abgelehnt. Rémy Wyssmann hatte kritisiert, dass die Finma als einzige zur Bundesverwaltung gehörende Aufsichtsbehörde von den allgemein gültigen Transparenzregeln ausgenommen ist.

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Prix Transparence 2025 für «WAV» und «Republik»

«WAV» und «Republik» spannten für diese Recherche zusammen.

Von Martin Stoll. 59 Zugangsgesuche von «WAV Recherchekollektiv» und «Republik» zeigen, wie das US-Techunternehmen Palantir Schweizer Behörden Überwachungstechnologie verkaufen wollte. Für die Recherche erhalten die Medienschaffenden den Prix Transparence.

Langjährige offensive Verkaufskampagnen, informelle Kontakte, zahlreiche Gespräche: Interne Dokumente des Bundes zeigen, wie hartnäckig das umstrittene US-Tech-Unternehmen Palantir versuchte, seine Überwachungstechnologie Schweizer Behörden zu verkaufen.

 

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Gesundheitsdirektion Zürich: Gute Praxis unerwünscht

Grossflächig geweisst statt differenziert geschwärzt: schlechte Transparenzpraxis im Vorzimmer der Zürcher Gesundheitsdirektorin Nathalie Rickli. (Foto: Ennio Leanza/Keystone)

Von Martin Stoll. Nach einem jahrelangen Rechtsstreit wurde die Zürcher Gesundheitsdirektion gerichtlich gezwungen, Dokumente herauszugeben. Doch immer noch weigert sie sich, das Öffentlichkeitsprinzip korrekt und im Sinne guter Verwaltungspraxis umzusetzen.

Der Fall ist ein Musterbeispiel für schlechte Verwaltungspraxis. Zuerst versuchte die Direktion unter Mithilfe der auf das Öffentlichkeitsgesetz spezialisierten Rechtsprofessorin Isabelle Häner bis vor Bundesgericht, den Zugang zu Dokumenten der Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (GDK) zu verhindern.

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