Mittwoch, 4. November 2026 |
16:30 Uhr

Rechtsverfahren für den Informationszugang seien zumutbar: Jürg Wichtermann vom Verband Bernischer Gemeinden. (Foto: Adrian Reusser/Keystone)
Von Eva Hirschi. Spam-Ordner, Teilzeitpensen, hoher Aufwand: Jürg Wichtermann nennt mehrere mögliche Gründe, warum zwei Drittel der Berner Gemeinden auf ein Zugangsgesuch nicht reagiert haben. Ein Problem sieht der Geschäftsführer des Verbands Bernischer Gemeinden trotzdem nicht.
Bern führte 1995 als erster Kanton – 11 Jahre vor dem Bund – das Öffentlichkeitsprinzip ein. Dennoch schneiden Berner Gemeinden in der Transparenz-Studie schlecht ab. Jürg Wichtermann, Geschäftsführer des Verbands Bernischer Gemeinden, war von 2008 bis 2021 Stadtschreiber von Bern und zuvor beim Amt für Gemeinden und Raumordnung tätig. Im Interview ordnet er die Ergebnisse aus Gemeindesicht ein.
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Montag, 2. November 2026 |
06:00 Uhr

Gemeinden hätten untereinander vereinbart, das Zugangsgesuch nicht zu beantworten: IDHEAP-Professor Martial Pasquier.
Von Eva Hirschi. Wie schlecht Schweizer Gemeinden das Öffentlichkeitsprinzip umsetzen, hat Professor Martial Pasquier überrascht. Seine Studie mit Forschenden der Universitäten Lausanne, Brüssel und Neapel zeigt: Die Geheimhaltungskultur bleibt stark – selbst bei einfachen Dokumenten.
Zwischen den kantonalen Öffentlichkeitsgesetzen und ihrer Umsetzung in den Gemeinden klafft eine grosse Lücke. Für Martial Pasquier, Professor am Institut für öffentliche Verwaltung (IDHEAP) der Universität Lausanne und Leiter der Studie, ist dieser Befund alarmierend.
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Freitag, 30. Oktober 2026 |
06:00 Uhr

Ein Blick in die Akten ist bei Schweizer Gemeinden keine Selbstverständlichkeit: Trotz gesetzlichem Anspruch bleibt der Zugang oft verwehrt. (Foto: Gaetan Bally/Keystone)
Von Martin Stoll. Eine Studie der Universität Lausanne und zweier weiterer europäischer Universitäten zeigt deutliche Defizite: Nur 10 % der Schweizer Gemeinden mit geltendem Öffentlichkeitsgesetz legten ein verlangtes Dokument vollständig offen. 67 % antworteten innerhalb von 60 Tagen nicht.
Wie gut setzen Gemeinden das Öffentlichkeitsprinzip um? Forschende des Instituts für öffentliche Verwaltung (IDHEAP) der Universität Lausanne sowie der Universitäten Brüssel (Université libre) und Neapel (L’Orientale) gingen dieser Frage mit einem Transparenztest nach. Öffentlichkeitsgesetz.ch half bei der Konzeption der Studie mit.
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Dienstag, 29. September 2026 |
11:30 Uhr

Auch in der Schweiz ein Phänomen und für Behörden eine Herausforderung: Staatsverweigerer bei einem «Reichsbürger»-Treffen in Darmstadt. (Foto: Boris Roessler/Keystone)
Von Michelle Isler. Die Thurgauer Verwaltung lehnte den Zugang zum Leitfaden «Umgang mit Staatsverweigerern» zunächst ab. Dank eines Schlichtungsverfahrens konnte die «Thurgauer Zeitung» das Dokument einsehen und darüber berichten – unter Auflagen.
Für andere Kantone ist ein Leitfaden im Internet aufzufinden. Die Thurgauer Behörden argumentierten, eine Herausgabe gefährde die Sicherheit von öffentlichen Organen. Im Gespräch einigten sich Zeitung und Verwaltung auf die Herausgabe von zwei Versionen: ungeschwärzt für das Hintergrundwissen, geschwärzt für den Medienbericht.
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Montag, 21. September 2026 |
13:09 Uhr
«Das ist maximal ungeschickt»: Öffentlichkeitsbeauftragter Lobsiger im Gespräch im Café Transparence.
Von Céline Graf. Im Café Transparence zog der Öffentlichkeitsbeauftragte des Bundes, Adrian Lobsiger, Bilanz über 20 Jahre Öffentlichkeitsgesetz. Kritik übte er an Blockadetaktiken der Bundesverwaltung und am Bundesrat.
«Man ist immer für das Öffentlichkeitsgesetz, ausser man ist dummerweise gerade im Zentrum eines Skandals.» EDÖB Adrian Lobsiger gab im Café Transparence Einblick in den Umgang der Bundesverwaltung mit dem Gesetz.
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