Ramona Koller, Appenzeller Zeitung, 01.07.2026

Die grosse Gemeinde Innerrhoden

In Innerrhoden wird die Unterbringung von Personen im Asylprozess zentral im Bezirk Appenzell organisiert, weil der Kanton in seiner Kleinheit eher einer grossen Gemeinde gleicht und Ressourcen sowie fachliche Betreuung so besser gebündelt werden können. Eine Verteilung auf andere Bezirke wird nur in Einzelfällen oder bei sehr hohen Zuweisungen geprüft. Das zeigt auch die Analyse der Redaktion der «Appenzeller Zeitung» auf Basis von Zahlen, welche «Reflekt» und Öffentlichkeitsgesetz.ch dank des Öffentlichkeitsgesetzes des Bundes erhielten und die Verteilung von Asylsuchenden seit 1994 erstmals detailliert sichtbar machen. Im Gegensatz dazu werden in Ausserrhoden Asylsuchende nach einem bevölkerungsproportionalen Schlüssel auf die Gemeinden verteilt. Standortgemeinden kantonaler Unterkünfte wie Wald, Trogen oder Walzenhausen weisen deshalb zeitweise besonders hohe Asylquoten auf, deren Belegung im Verteilschlüssel berücksichtigt wird. Beide Kantone begründen ihre unterschiedlichen Modelle der Asylunterbringung als sinnvoll und langfristig tragfähig.

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Beni Frenkel, Inside Paradeplatz, 01.07.2026

Zürcher Taxpayer finanziert Krippenplätze für Ultrareiche

In Zürich profitieren auch Gutverdienende von den mit Steuergeld vergünstigten städtischen Kita-Plätzen. Dokumente, welche die Redaktion «Inside Paradeplatz» gestützt auf das kantonale Öffentlichkeitsgesetz erhalten hat, zeigen erstmals, wer hinter den gedeckelten Tagestarifen steht: Unter den 458 Plätzen in den 10 städtischen Kitas sind 252 Kinder aus Haushalten mit einem Bruttoeinkommen von 140’000 Franken und mehr. Diese bezahlen zwar den Maximaltarif, kommen dank Deckelung aber nie über 120 Franken pro Tag hinaus, während private Kitas bis zu 180 Franken verlangen würden. Das Gesuch legt zudem offen, dass 20 Ultraverdienende mit steuerbarem Einkommen über 300’000 Franken kostenlose Förderprogramme und Betreuungsleistungen erhalten.

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Joan Meier, Weltwoche, 30.06.2026

Transperson wurde aus Frauenbereich eines Berner Freibads weggewiesen. Die Stadt entschuldigte sich: Dies sei «falsch» gewesen. Ein internes Papier zeigt, wie der Zutritt geregelt ist

Eine Transfrau wurde nach Beschwerden anderer Badegäste in Handschellen aus dem Paradiesli, dem Frauenbereich im Berner Marzili, abgeführt. Der Vorfall wurde von der Stadt später als «falsch» bezeichnet, denn die Person habe «die Zutrittsregelung erfüllt». Der Redaktion der «Weltwoche» liegen dank des kantonalen Öffentlichkeitsgesetzes die massgebende «interne Orientierungshilfe» des Sportamts vor. Diese hält fest, dass sich das Personal bei strittigen Situationen in erster Linie an der Selbstdeklaration der betroffenen Person orientieren soll und nur im Härtefall der amtliche Geschlechtseintrag beigezogen wird. Die Stadt stellt klar, dass für Transfrauen, die sich als Frauen identifizieren, der Zutritt auch dann gelten soll, wenn sie «männlich gelesen» werden, und stuft deren blosse Anwesenheit nicht als Belästigung ein.

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Ramona Koller, Samuel Ryter, Appenzeller Zeitung, 30.06.2026

Wer Asylsuchende aufnimmt

Appenzell Ausserrhoden und Innerrhoden gehen mit der Verteilung von Asylsuchenden sehr unterschiedlich um. In Ausserrhoden werden Menschen im Asylprozess nach einem Bevölkerungsschlüssel auf die Gemeinden verteilt, sodass Standorte mit kantonalen Unterkünften wie Wald, Walzenhausen oder Trogen höhere Asylquoten ausweisen. In Innerrhoden ist die Unterbringung dagegen stark zentralisiert: Nahezu alle Personen im Asylprozess leben im Bezirk Appenzell, während andere Bezirke über Jahrzehnte kaum oder gar keine Schutzsuchenden aufnehmen. Das zeigt die Analyse der Redaktion der «Appenzeller Zeitung» auf Basis von Zahlen, welche «Reflekt» und Öffentlichkeitsgesetz.ch dank des Öffentlichkeitsgesetzes des Bundes erhielten und die Verteilung von Asylsuchenden seit 1994 erstmals detailliert sichtbar machen.

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Viviane Vogel, Thurgauer Zeitung, 29.06.2026

Der Thurgauer Weg im Asylwesen

Im Vergleich mit anderen Kantonen weist der Thurgau eine relativ gleichmässige Verteilung von Asylsuchenden auf die Gemeinden auf – allerdings nur, solange diese aktiv mitziehen. Das zeigt die Analyse der «Thurgauer Zeitung» auf Basis von Zahlen, welche «Reflekt» und Öffentlichkeitsgesetz.ch dank des Öffentlichkeitsgesetzes des Bundes erhielten und die Verteilung von Asylsuchenden seit 1994 erstmals detailliert sichtbar machen. Der Kanton Thurgau setzt zunächst auf Kooperation und Aufrufe an Gemeinden, zusätzliche Plätze zu schaffen, bevor er zu Zwangszuweisungen greift. Gemeinden, die ihr Aufnahmesoll trotz Aufforderungen nicht erfüllen, müssen die Kosten für alternative Unterbringung tragen, was den Druck erhöht, eigene Unterkünfte bereitzustellen.

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Jorgos Brouzos, Tagesanzeiger, 27.06.2026

Parmelin und Rösti verhinderten strengere Regeln, die Jans wollte

Ursprünglich waren im Gegenvorschlag zur zweiten Konzernverantwortungsinitiative strengere Regeln für den Schweizer Rohstoffsektor vorgesehen. Dieser Punkt wurde jedoch nach der Ämterkonsultation gestrichen. Das zeigen Dokumente, welche die Redaktion des «Tagesanzeigers» dank des Öffentlichkeitsgesetzes des Bundes erhielt. Gemäss Bundesamt für Justiz unter Beat Jans weist der Rohstoffsektor ein hohes Risiko für menschenrechtliche und umweltbezogene negative Auswirkungen auf, weshalb spezifische Vorgaben für Rohstofffirmen geplant waren. Darauf folgte deutliche Kritik aus dem Wirtschaftsdepartement unter Guy Parmelin. Auch das Uvek von Bundesrat Albert Rösti stellte den Gegenvorschlag grundsätzlich infrage. Diese Kritik setzte sich durch: Die Sonderregelung für den Rohstoffsektor wurde aus dem Gegenvorschlag gestrichen. Die Abstimmung findet voraussichtlich 2028 statt.

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Konstantin Kreibich, Zentralplus, 27.06.2026

So gerecht ist die Asylverteilung in Zug und Luzern

Kantone wie Zug und Luzern steuern die Zuteilung von Asylsuchenden zentral über kantonale Zentren, andere arbeiten mit kommunalen Quoten. Die beiden Kantone schneiden im nationalen Vergleich weder besonders gleichverteilt noch besonders ungleichverteilt ab – sie liegen im Mittelfeld, obwohl zentrale Steuerung aufgrund kantonaler Asylzentren tendenziell zu mehr Ungleichheit führt. Das zeigt die Analyse von «Zentralplus» auf Basis von Zahlen, welche «Reflekt» und Öffentlichkeitsgesetz.ch dank des Öffentlichkeitsgesetzes des Bundes erhielten und die Verteilung von Asylsuchenden seit 1994 erstmals detailliert sichtbar machen. Systematisch wurde bislang nicht geprüft, welches System gerechter verteilt und Integration besser unterstützt. Luzern überprüft sein Verteilungsmodell derzeit im Rahmen einer Gesetzesrevision, während der Kanton Zug explizit an der zentralen Steuerung festhält.

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Mathias Streit, Christian Zeier, Hauptstadt, 25.06.2026

22 Prozent der Asylsuchenden im Kanton wohnen in Bern

Die Asylquote in der Stadt Bern hat zuletzt deutlich zugenommen, wie Analysen der Redaktion «Hauptstadt» zeigen. 2023 lebten in der Stadt Bern 22 Prozent der dem Kanton zugewiesenen Asylsuchenden, obwohl dort nur 13 Prozent der Kantonsbevölkerung wohnen. Grundlage sind Zahlen, welche «Reflekt» und Öffentlichkeitsgesetz.ch dank des Öffentlichkeitsgesetzes des Bundes erhielten; sie zeigen erstmals detaillierte Daten zur Verteilung von Asylsuchenden in der Schweiz seit 1994. Ein Grund dafür ist das kantonale Verteilungssystem: Bern steuert zentral, was zu einer Konzentration in einzelnen Gemeinden führt. Zudem verstärken Faktoren wie urbane Attraktivität sowie zusätzliche Kapazitäten, wie etwa das Asylzentrum Tiefenau, diese Entwicklung.

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Christian Bucher, Zentralplus, 25.06.2026

Asylsuchende in Zug – zwei Gemeinden stechen heraus

Die Verteilung von zugewiesenen Asylsuchenden im Kanton Zug bleibt trotz zentraler Steuerung unterschiedlich. Das zeigen Analysen der Redaktion «Zentralplus». Grundlage sind Zahlen, welche «Reflekt» und Öffentlichkeitsgesetz.ch dank des Öffentlichkeitsgesetzes des Bundes erhielten. Die Auswertung macht sichtbar, wie stark globale Krisen, wie der Ukrainekrieg, die Asylzahlen geprägt haben. Während der Kanton Zug insgesamt unter dem Schweizer Durchschnitt liegt, verzeichnen einzelne Gemeinden wie Zug oder Menzingen zuletzt deutliche Anstiege der Asylquote. Andere Gemeinden wie Steinhausen weisen hingegen weiterhin tiefe Asylquoten auf.

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Sharon Saameli, Schaffhauser AZ, 25.06.2026

Auf Sonderwegen

Mit 1,54 Prozent wies der Kanton Schaffhausen 2025 die höchste Asylquote der Schweiz auf und lag damit deutlich über der Zielquote des Bundes. Das zeigen Analysen der Redaktion «Schaffhauser AZ». Grundlage sind Zahlen, welche «Reflekt» und Öffentlichkeitsgesetz.ch dank des Öffentlichkeitsgesetzes des Bundes erhielten; sie zeigen erstmals detailliert die Verteilung von Asylsuchenden in der Schweiz seit 1994. Die Auswertung macht zugleich grosse Unterschiede zwischen den Gemeinden des Kantons sichtbar. Während einige kaum Asylsuchende aufnehmen, tragen andere überproportional viel. Gründe liegen in kantonaler Steuerung, vorhandenen Unterkünften und dem Wohnungsmarkt. Die Analyse zeigt zudem, dass solche Unterschiede in der Verteilung stark vom Kontext abhängen und als Momentaufnahmen nur begrenzt aussagekräftig sind.

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Mark Walther, David Walgis, Aargauer Zeitung, 25.06.2026

Drückeberger der Nation

Der Kanton Aargau setzt auf eine gleichmässige Verteilung der Asylsuchenden auf die Gemeinden, dennoch zeigt die Analyse der «Aargauer Zeitung», dass nicht alle Gemeinden gleich stark gefordert sind. Grundlage sind Zahlen, welche «Reflekt» und Öffentlichkeitsgesetz.ch dank des Öffentlichkeitsgesetzes des Bundes erhielten und die Verteilung von Asylsuchenden seit 1994 erstmals detailliert auf Gemeindeebene sichtbar machen. Fälle wie Oberwil-Lieli, das sich lange gegen die Aufnahme von Geflüchteten sträubte, oder Verbundlösungen in Siglistorf und Wiliberg verdeutlichen, wie stark lokale Politik und Wohnungsmarkt die praktische Umsetzung der kantonalen Verteillogik prägen.

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Christian Bucher, Zentralplus, 25.06.2026

Exklusiv: Hier in Luzern leben die meisten Asylsuchenden

Fischbach, Pfaffnau und Flühli weisen die höchsten Asylquoten im Kanton Luzern auf. Am anderen Ende des Spektrums stehen die Gemeinden Romoos, Luthern, Greppen und Mauensee. Hier gibt es gar keine oder nur eine Person die sich im Asylprozess befindet. Das zeigen Analysen der Redaktion «Zentralplus». Grundlage sind Zahlen, welche «Reflekt» und Öffentlichkeitsgesetz.ch dank des Öffentlichkeitsgesetzes des Bundes erhielten; sie zeigen erstmals detailliert die Verteilung von Asylsuchenden in der Schweiz seit 1994. Trotz kantonaler Steuerung bleibt die Verteilung zwischen den Gemeinden unterschiedlich. Besonders kleinere Gemeinden weisen teils hohe Asylquoten auf, während andere kaum betroffen sind. 

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Yann Schlegel, Nikolaos Schär, Mark Walther, bz Basel, 25.06.2026

Laufen, die erste Adresse für Geflüchtete

Im Vergleich mit anderen Kantonen werden im Baselbiet Menschen im Asylbereich relativ gleichmässig auf die Gemeinden verteilt. Eine Ausnahme bildet die Laufentaler Zentrumsgemeinde. Als Basis dienten Zahlen, welche «Reflekt» und Öffentlichkeitsgesetz.ch dank des Öffentlichkeitsgesetzes des Bundes erhielten, und erstmals detaillierte die Verteilung von Asylsuchenden in der Schweiz seit 1994 aufzeigen. Die Daten machen sichtbar, wie Erstaufnahmezentren, Mietzinslimiten und lokale Politik die Asylquote einzelner Gemeinden prägen. Besonders in Laufen, das wegen des kantonalen Erstaufnahmezentrums und verfügbarem Wohnraum zur Baselbieter Gemeinde mit der höchsten Asylquote geworden ist. Zugleich wird deutlich, dass frühe, aktive Integrationsarbeit wie in Laufen entscheidend ist, damit Geflüchtete von der Sozialhilfeabhängigkeit in nachhaltige Erwerbstätigkeit wechseln können.

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Raphael Karpf, Solothurner Zeitung, 25.06.2026

Von null bis mehrere hundert

Es bleiben markante Unterschiede, obwohl der Kanton Solothurn versucht, Menschen im Asylverfahren möglichst gleichmässig auf die Gemeinden zu verteilen. Das zeigen Analysen der «Solothurner Zeitung» auf Basis von Zahlen, welche «Reflekt» und Öffentlichkeitsgesetz.ch dank des Öffentlichkeitsgesetzes des Bundes erhielten und die Verteilung von Asylsuchenden seit 1994 erstmals detailliert sichtbar machen. Während Kleinstgemeinden wie Balm bei Günsberg, Biezwil oder Kammersrohr mangels bezahlbarem Wohnraum kaum Flüchtlinge beherbergen, weisen Gemeinden mit mehr günstigem Wohnraum wie Gerlafingen, Olten oder Zuchwil deutlich höhere Asylquoten auf. Das kantonale Modell mit Sozialregionen, Ausgleichsverträgen und der Entlastung von Zentrumsgemeinden durch Asylzentren soll diese Ungleichgewichte mittelfristig abfedern.

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Malte Aeberli, Silvana Schreier, Tagesanzeiger, 25.06.2026

Wieso in Truttikon 2025 kein Asylsuchender lebte

Wie viele Personen im Asylprozess den Gemeinden zugeteilt werden, hängt stark vom jeweiligen Kanton ab. Zahlen, welche «Reflekt» und Öffentlichkeitsgesetz.ch dank des Öffentlichkeitsgesetzes des Bundes erhielten, zeigen erstmals detaillierte Daten zur Verteilung von Asylsuchenden in der Schweiz seit 1994. Die Analyse der Redaktion des «Tagesanzeigers» zeigt, dass Kantone mit Quotenmodellen wie Zürich oder St. Gallen eine gleichmässigere Verteilung erreichen, während sich Asylsuchende in anderen Kantonen häufiger in Zentren oder einzelnen Gemeinden konzentrieren. Lokale Lösungen wie Gemeindeverbünde können Ungleichgewichte teilweise ausgleichen, stossen jedoch angesichts knappen Wohnraums an Grenzen.

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Mit Öffentlichkeitsgesetzen realisieren Medien relevante Recherchen. Alle Geschichten

«Der Vollzug des BGÖ ist auch eine Führungsaufgabe»

 

Zur Pandemie oder dem Zusammenbruch der Credit Suisse schweigen? Öffentlichkeitsbeauftragter Lobsiger (rechts) und Bereichsleiter Öffentlichkeitsprinzip Ammann. (Foto: EDÖB)

Das Öffentlichkeitsgesetz wird 20 Jahre nach seiner Einführung so stark genutzt wie noch nie. Ein Gespräch über die Knackpunkte mit dem Öffentlichkeitsbeauftragten Adrian Lobsiger und dem Leiter Öffentlichkeitsprinzip Reto Ammann.

Sie schreiben im Jahresbericht, das Öffentlichkeitsgesetz habe sich etabliert. Gleichzeitig versuchen immer mehr Behörden, sich ihm per Spezialgesetz zu entziehen. Geht es diesen darum, die steigende Geschäftslast zu reduzieren?

Lobsiger: Über die Motive können wir nur mutmassen. Ich vermute, es fehlt oft am Verständnis: Das BGÖ liegt im ureigensten Interesse des Staates. Transparenz schafft Vertrauen und wirkt Verdächtigungen sowie Verschwörungstheorien entgegen.

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20 Jahre Öffentlichkeitsgesetz: Erfolg mit neuen Rissen

Will sich weiterhin «dezidiert» gegen Transparenz-Verweigerer einsetzen: Öffentlichkeitsbeauftragter Adrian Lobsiger bei seiner Jahresmedienkonferenz. (Bildmontage: Öffentlichkeitsgesetz.ch)

Von Michelle Isler und Martin Stoll. Zum 20-jährigen Gesetzesjubiläum zeichnet der Eidgenössische Öffentlichkeitsbeauftragte (EDÖB) ein ambivalentes Bild – und warnt vor der Aushöhlung des Öffentlichkeitsprinzips.

Schon die Titelseite des 33. Tätigkeitsberichts vermittelt: Dieses Gesetzesjubiläum wird nicht mit Stapeln befreiter Dokumente gefeiert. 20 Jahre Transparenz visualisiert der EDÖB mit einer Dokumentenseite, durchzogen von schwarzen Balken. Diese Ambivalenz prägte auch die Pressekonferenz vom Dienstagvormittag.

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Wo in den letzten 32 Jahren die Geflüchteten lebten

Kaum erforscht, kantonal unterschiedlich und politisch umkämpft: Das Schweizer Asylsystem kurz erklärt. (Video mit Gülsha Adilji und Flavio Stucki)

Von Martin Stoll und Christian Zeier. Der Asyl-Atlas von Öffentlichkeitsgesetz.ch und dem Recherche-Team Reflekt zeigt erstmals, wie sich Menschen im Asylprozess zwischen 1994 und 2025 auf die Schweizer Gemeinden verteilten – und weshalb manche Gemeinden niemanden aufnahmen.

Die Datenanalyse zeigt enorme Unterschiede. In einzelnen Gemeinden lebten im Asylprozess zeitweise bis zu 35 Personen pro 100 Einwohner. Gleichzeitig gibt es fast 100 Gemeinden, in denen seit 1994 keine einzige Person registriert war.

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Keine rasche Besserung bei Spital-Transparenz in Sicht

Beträchtliche Unterschiede bei Dienstleistungen: Operationssaal im ambulanten Zentrum des Stadtspitals Zürich an der Europaallee. (Foto: Michael Buholzer/Keystone)

Von Céline Graf. Nach dem Maisano-Skandal in Zürich: Die Transparenz beim Qualitätsvergleich von Spitälern bleibt eine zähe Angelegenheit. Expertinnen und Experten warnen vor ungesunden Folgen.

Patientinnen und Patienten sollen wissen, in welchen Spitälern sie die beste Behandlung für ein medizinisches Problem bekommen. Dieser Grundsatz ist in der Schweiz gesetzlich verankert: Das Krankenkassengesetz (KVG) verpflichtet den Bund, Daten zur Qualität für einen Betriebsvergleich zwischen den Spitälern offenzulegen.

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Verwaltungsgericht für mehr Transparenz bei Parteispenden

Transparente Politikfinanzierung ohne Hintertüre: Wahlplakate in Baden AG (Foto: Walter Bieri/Keystone)

Der «Beobachter» und das «Recherchekollektiv WAV» haben vor Bundesverwaltungsgericht einen Erfolg erzielt. Die Eidgenössische Finanzkontrolle (EFK) muss Informationen über mögliche Verstösse gegen die Regeln zur Politikfinanzierung offenlegen.

Die EFK argumentierte, die Regeln zur Politikfinanzierung seien Spezialrecht, weshalb das Öffentlichkeitsgesetz keinen Anspruch auf Einsicht vorsehe. Der Eidgenössische Öffentlichkeitsbeauftragte (EDÖB) widersprach dieser Auffassung jedoch und empfahl, die Unterlagen herauszugeben.

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